„Es lebe die Disruption“

Warum werden internationale Verträge, Handelsabkommen und Vereinbarungen seit geraumer Zeit einfach „disruptiv“ aufgekündigt? Warum ist das so? Warum gerade jetzt? „Disruption“ ist das Konzept von Donald Trump und der neuen US-Politik. Aber das geschieht nicht etwa aus Zufall, Dummheit oder Nachlässigkeit.

Unsere „Empörungsethik“, unsere beleidigten Reaktionen und die persönlichen Verunglimpfungen führen uns zu Fehleinschätzungen, die fatale Folgen haben könnten. Man muss die Handlungsprinzipien des „Gegenübers“ schon genauer kennen, um zu verstehen, warum einem diese „disruptiv“ um die Ohren gehauen wird.

Am Ende wieder ein Deutscher?

Der deutsche Philosoph Leo Strauss aus Hessen emigrierte 1944 in die Vereinigten Staaten und lehrte an verschiedenen Universitäten. Strauss gilt als Begründer einer einflussreichen Denkschule – der Straussianer – und als Kritiker der modernen Philosophie sowie des modernen liberalen Denkens überhaupt. In der US – Kleinstadt Claremont sitzt diese Denkschule, welche die amerikanische Politik und ihre Politiker beeinflusst und bestimmt. Und diese stellen die gerade gesamte Weltordnung auf den Kopf.

In der Politik zählt nur die Macht, die unbedingte Macht.

Amerika wurde in die „goldenen Ketten einer illusionären Weltordnung“. Gelegt. Die Nato-Mitgliedschaft, das Pariser Klimaabkommen, Freihandelsverträge oder Menschenrechte fesseln die Vereinigten Staaten, so die Claremonter und andere. Es kommt nicht von ungefähr, dass sich Großbritannien von der EU verabschiedet und seine „Fesseln“ bereits abgestreift hat und diese bestanden aus 32.000 EU – Beamten, von den 4000 mehr verdienen als die Bundeskanzlerin. Wer ist der Nächste?

In einem umfassenden Report unter Titel „Das Recht bin ich“ (Donald Trump) hat der ZEIT – Autor Thomas Assheuer am 16. Mai eine Vorlage zum Nachdenken geliefert.

Redaktion Initiative Wissen
Peter Grabandt

https://www.zeit.de/2018/21/donald-trump-weltordnung-claremont-philosophie-leo-strauss

https://de.wikipedia.org/wiki/Leo_Strauss