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Ausgabe 16 | Oktober 2020

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Seit Jahrzehnten steht das BauindustrieZentrum Nürnberg-Wetzendorf für die Ausbildung und Schulung von Bauprofis. Insbesondere im Tiefbau bietet das Zentrum Lehr- und Lernbedingungen, die ihresgleichen suchen. Die Ausbildungshallen bieten eine besondere Vielfalt und sind mit modernen Werkzeugen, Maschinen, Schweißgeräten, Kran- und Absauganlagen, einem Fuhrpark und einem Betonlabor ausgestattet. Geleitet wird das Zentrum von Dipl.-Ing. Herbert Dechant.

Lukas Ksinski, Auszubildender im 2. Lehrjahr, berichtet nachfolgend über die Erlebnisse vor Ort und gibt Einblicke in den neuen Arbeitsalltag, der mit der sonstigen Tätigkeit so gar nichts mehr zu tun hatte.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
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Alle Azubis aus dem 2. Lehrjahr hatten das Glück am 24.08.2020 an das BIZ nach Nürnberg (Wetzendorf) zu reisen, um an dem Kurs „Business Game Baustelle“ teilzunehmen. Wir sollten in der Woche vom 24.08.-27.08.2020 den Ablauf für und auf einer Baustelle kennenlernen und uns auch selbst an der Praxis versuchen.

In den ersten beiden Tagen wurden wir in einem Schulungsraum von Herrn Dechant, dem Zentrumsleiter, zu den Abläufen auf einer Baustelle aufgeklärt. Wir lernten, wie man Preise, sowie die Arbeitszeit pro Abschnitt der Baustelle berechnet. Am dritten Tag wurde es dann ernst – das soeben gelernte sollten wir nun in die Praxis umsetzen. In einer großen Halle wurde der Praxisteil durchgeführt. Mit Helfern eines anderen Kurses sollten wir einen Wasser-Hausanschluss und eine Hauptleitung verlegen. Zu Beginn war die Verunsicherung in unseren Gesichtern abzulesen, doch nach kurzen Anfangsschwierigkeiten fungierten wir wie ein eingespieltes Team. Es hat großen Spaß gemacht!


Nach ca. 5 Stunden waren wir fertig mit der Verlegung der Rohre und Formstücke. Herr Straßberger, der Aufseher für den Praxisteil, war sichtlich erstaunt. "Ich hatte noch keine Gruppe in diesem Kurs, die so schnell mit der Aufgabe fertig war" sagte der Ausbilder, der schon seit 16 Jahren an der BIZ Lehrlinge ausbildet.
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Am letzten Tag machten wir noch eine Wasserdruckprüfung. Nach kurzer Ausbesserung an kleinen Stellen, war die Leitung dann dicht. Herr Dechant erklärte uns zudem, was man bei einer Abnahme beachten müsse. Anschließend gingen wir zurück zum Schulungsraum und überprüften, ob die Berechnungen der ersten beiden Tage aufgingen. Im Durchschnitt rechnete jeder vor dem Praxisteil mit 24-28 Stunden und 6 Arbeitern. Wir benötigten jedoch ca. 30 Arbeitsstunden bei gleicher Anzahl der Arbeiter. Hierdurch bekamen wir ein Gespür wie viel Zeit es in Anspruch nimmt, um z.B. eine Anbohrschelle zu befestigen oder ein verzinktes Rohr zu schneiden.

Für uns war die Veranstaltung sehr informativ und aufschlussreich, da wir selten mit den Produkten selbst zu tun haben, und bei machen Dingen nicht genau wussten, wie man sie einbaut. Außerdem stellten wir wieder einmal fest, wie wichtig Teamarbeit ist: egal ob auf der Baustelle oder im Büro – bei guten Kollegen macht die Arbeit mehr Spaß und man meistert die Aufgaben besser.

Abschließend kann man sagen, dass wir in den vier Tagen viel gelernt haben und es eine Erfahrung Wert war!

Lukas Ksinski / Auszubildender im 2. Lehrjahr bei der HTI Gienger KG am Standort Markt Schwaben
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