Newsletter_Initiative_Wissen

Ausgabe 19 | Dezember 2020

Newsletter_Initiative_Wissen_Beitragsbild_23_1
Liebe Partner der Initiative Wissen,
liebe Leserinnen und Leser,

aufgrund der Corona-Pandemie mussten viele Unternehmen kurzerhand umplanen und auf Heimarbeit umstellen. Es mussten zusätzliche Laptops, Bildschirme und Headsets beschafft werden, um den Betrieb am Laufen zu halten. Dass die Arbeit aus der Ferne so gut funktioniert, hat Mitarbeiter und Führungskräfte positiv überrascht und die Mischung aus Homeoffice und Büropräsenz zum Normalfall gemacht. Vor Ausbruch der Pandemie scheiterte mobile Arbeit in zwei von drei Fällen. Doch in nur wenigen Monaten wurde die Arbeit vom heimischen Schreibtisch zur flächendeckenden erzwungenen Realität.

Diese Entwicklung wirft jedoch folgende Frage auf: Homeoffice – Fluch oder Segen?

Im Homeoffice ist Selbstdisziplin ein Muss. Die Arbeitenden sehen sich oft unter Druck gesetzt besonders gute Resultate abzuliefern, um dem Vorurteil, dass im Homeoffice kaum bis gar nicht gearbeitet wird, entgegen zu wirken. Dies resultiert häufig in unbezahlten Überstunden (durchschnittlich ca. 2,5 Stunden mehr pro Woche) und zusätzlichem Stress. Auch die klare Trennung von Arbeit und Privatleben muss gelingen. 75% der Arbeitenden fühlten sich zudem häufig einsam, denn plötzlich tauschen sich Mitarbeiter nicht mehr im Büroflur, sondern über digitale Kommunikationstools wie Microsoft Teams aus.

Doch die Heimarbeitet birgt nicht nur Nachteile. 56% der Angestellten arbeiten im Homeoffice produktiver. Zudem geht man davon aus, dass die Krise die Digitalisierung der Team- bzw. Zusammenarbeit um mindestens 15 Jahre nach vorne getrieben hat und die breite Nutzung von flexiblen Arbeitsformen beschleunigt. Experten rechnen außerdem mit weniger Krankheitstagen, da sich Angestellte bislang im Büro häufig gegenseitig infizierten.

Eine eindeutige Bewertung des Experimentes Homeoffice kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorgenommen werden. In einem sind sich Forscher, Angestellte und Unternehmen jedoch einig: Ein Zurück in die traditionelle Fünf-Tage-Bürowoche wird es in der Post-Corona-Epoche nicht geben. So wünschen sich 99 Prozent der Arbeitnehmer, dass sie auch nach der Krise ab und an von zu Hause arbeiten können.

Weitere spannende Informationen und Kennzahlen finden Sie in dem Artikel "Fluch oder Segen? Das Experiment Homeoffice" (Link) von Bert Fröndhoff, Larissa Holzki und Michael Scheppe im Handelsblatt.
MailPoet