Newsletter_Initiative_Wissen

Ausgabe 5 | März 2020

Newsletter_Initiative-Wissen_Beitragsbild_2020_04_1
„Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer.“ (Sokrates um 469–399 v. Chr.)

Wer Sokrates‘ Meinungen nach 2.500 Jahren einmal überprüfen möchte, findet in der aktuellen Shell-Studie „Jugend 2019 – 18. Shell Jugendstudie. Eine Generation meldet sich zu Wort” alle dafür notwendigen Informationen. Nachfolgend haben wir einige Inhalte aus dem Bericht zusammengestellt:

„Das politische Interesse von Jugendlichen hat sich in 2019 weiter stabilisiert.“

„Die Mehrheit der Jugendlichen informiert sich zu politischen Themen inzwischen online. Trotzdem genießen die ‚klassischen‘ Medien das größte Vertrauen.“

„Auch 2019 bleibt es dabei, dass Jugendliche die Angst vor einer wachsenden Ausländerfeindlichkeit in Deutschland (52 %) häufiger nennen als die Angst vor weiterer Zuwanderung (33 %). Aber jeder zweite spricht sich dafür aus, weniger Zuwanderer als bisher aufzunehmen.“

„Alles in allem wird Deutschland als sozial gerecht angesehen.“

Berufstätigkeit:
„Bei den Erwartungen an die Berufstätigkeit dominiert weiterhin das Bedürfnis nach Sicherheit. Einen sicheren Arbeitsplatz halten 93 % der Jugendlichen für (sehr) wichtig. Wenn sie also Prioritäten setzen, dann bevorzugen die meisten Jugendlichen eher materielle Aspekte und die Sicherheit des Arbeitsplatzes und stellen die inhaltliche Wertigkeit ihrer Arbeit hintenan.“

„Die EU wird von den Jugendlichen als Chance und nicht als Risiko empfunden und daher nicht infrage gestellt.“

„Die Mehrheit der Jugendlichen betont, dass sie es gut finden (57 %), dass Deutschland viele Flüchtlinge aufgenommen hat. Die Aussage ‚In Deutschland darf man nichts Schlechtes über Ausländer sagen, ohne gleich als Rassist beschimpft zu werden‘ erhält allerdings noch mehr Zustimmung (68 %).“

Methodik: Die mittlerweile 18. Jugendstudie 2019 stützt sich auf repräsentativ zusammengesetzte Stichproben (Interviews) von 2.572 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren. (S. 33)

Die Autoren Prof. Dr. Mathias Albert, Prof. Dr. Klaus Hurrelmann, Prof. Dr. Gudrun Quenzel und Kantar bieten ein umfassendes, aktuelles und präzises Kompendium. Auf über 300 Seiten können Entscheider, Arbeitgeber, Personaler (HR) oder Marketing-Gestalter sehr genau erfahren, welche persönlichen und gesellschaftlichen Trends die Basis für ihre zukünftigen Entscheidungen sein könnten. In der Studie sind auch die Fragebögen der Interviews enthalten. (S. 339)
Die Studie ist erschienen im Beltz-Verlag und kostet 24,95 €.

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier (Link).
Den Pressebericht zur Studie finden Sie hier (Link).

Peter Grabandt / Redaktion Initiative Wissen
MailPoet