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Was erwartet Sie hier? – Wissen ums Wissen

Die Anforderungen die an Unternehmen gestellt werden sind vielfältig und zunehmend komplex. Je nach Branche, Standort des Unternehmens oder der Unternehmensgröße variieren die Anforderungen. In einer Zeit stetigen Wandels reichen Finanzkennzahlen (mehr ...) als Leitplanken für eine langfristige Planung und Strategie nicht mehr aus, da zunehmend auch andere Faktoren eine Rolle spielen.

So kann beispielsweise das Thema Vertrauen sowohl im Markt wie auch für die Mitarbeiter eine große Rolle spielen – und hat jeweils eine unterschiedliche Bedeutung. Der Markt vertraut auf Innovationskraft und Qualität der Produkte, während die Mitarbeiter ihr Vertrauen beispielsweise aus einem wertschätzenden Umgang im Unternehmen schöpfen. Und die Generation Y hat ein anderes Verständnis von wertschätzendem Umgang als ältere Mitarbeiter.

Um in diesem Spannungsfeld dennoch langfristige und tragfähige Entscheidung treffen zu können, ist es wichtig die unterschiedlichen Perspektiven anzuhören, die eigene Wertebasis zu kennen und nicht aufzuhören zu lernen.

Das „Wissen ums Wissen“ bietet Ihnen Beiträge aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln und zu verschiedenen Themen. (weniger ...)


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„The Edge“ – Ein Bericht von Peter Grabandt

Eine Frage an die Partner der Initiative:
Wo steht das weltweit nachhaltigste Bürogebäude der Welt?

In Tokio? In New York? In Delhi, London, Paris oder gar in Deutschland?

Das nachhaltigste Bürogebäude der Welt steht in Amsterdam, (mehr ...) genauer gesagt im „World Trade Center“ in Süd-Amsterdam. Das ist für uns zwar nicht gleich „um die Ecke“, trotzdem ist der Name des Gebäudes, „The Edge“, die Ecke. Ist es überhaupt ein Bürogebäude? Ja, aber es ist auch ein Zentrum für urbanes Leben und Arbeiten in der Zukunft. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt bereits heute in städtischen Gebieten – mehr als je zuvor in der Geschichte – und die Tendenz ist weiter steigend. Das bedeutet, dass immer mehr Menschen auf einer immer kleineren Fläche leben, arbeiten und sich erholen müssen. Gebäude bilden heute einen Großteil des menschlichen Lebensraums.

Was kann dafür getan werden, dass enger werdender Lebensraum unserer Gesundheit zuträglich bleibt? Wie können natürliche Ressourcen so effizient wie möglich genutzt werden? Und wie können neue Technologien dabei helfen? Mit Gebäuden, die mehr Energie erzeugen, als sie verbrauchen und dabei in zehn Jahren 42 Millionen Kilogramm CO2 einsparen. Wie The Edge.

Ein ausführlicher Bericht der Initiative aus Amsterdam.

Wie geht das?

The Edge ist so gestaltet, dass das Sonnenlicht optimal genutzt werden kann. Die Glasfassade sorgt dafür, dass man so lange wie möglich vom natürlichen Tageslicht profitieren kann, ohne dass die Sonneneinstrahlung die Innentemperatur beeinflusst. Die Südseite des Gebäudes ist mit hocheffizienten Sonnenpaneelen ausgestattet, die zugleich einen Schutz vor Erhitzung bieten und die Sonnenstrahlen dann aufnehmen, wenn sie am stärksten sind. Das Resultat? Es entsteht mehr Energie, als für Heiz- und Kühlanlagen sowie Smartphones, Laptops und Elektrofahrzeuge der Mitarbeiter benötigt wird.
Heizung und Kühlung von The Edge werden auf nachhaltige Weise geregelt. Dafür wurden in 130 Metern Tiefe zwei Grundwasserbrunnen angelegt: einer für kaltes und einer für warmes Wasser. Diese „Aquifer thermal energy storage“-Pumpen (Grundwasser-Wärmespeicher-Pumpen) befördern, je nach Außen- und Innentemperatur, warmes oder kaltes Wasser in das oder aus dem Gebäude. Die Pumpen werden mittels selbst produzierter Sonnenenergie angetrieben. The Edge nutzt somit auf intelligente und optimale Weise alle nachhaltigen Möglichkeiten.

98,36 % Die höchste Punktzahl, die jemals von BREEAM vergeben wurde (http://www.breeam.com/ BREAAM-NL Outstanding (Herausragend)

In The Edge kann jeder Mitarbeiter mit einem Smartphone oder Tablet die Beleuchtung und das „Klima“ an seinem Arbeitsplatz regeln – mit einer speziell entwickelten Philips-App.

Die 6.000 energiesparenden LEDs sind an einen Tageslicht-, Temperatur-, Infrarot- und Bewegungssensor gekoppelt. Sie sind nur dann aktiv, wenn sie benötigt werden. Die LEDs sparen Energie, weil sie 300 Lux aussenden anstatt der herkömmlichen 500 Lux. Das Resultat: 3,9 Watt/m2 Verbrauch anstatt der üblichen 8 Watt/m2.
The Edge ist nicht nur gut für die Umwelt, es bietet den Nutzern auch ein gesundes Innenklima. Dazu trägt z. B. das „Heat Recovery Ventilation System“ bei: ein intelligentes Ventilationssystem mit Wärmerückgewinnung. Regenwasser, das auf das Dach und auf die Fassade von The Edge fällt, wird automatisch gesammelt und zur Bewässerung der Pflanzen, des Bürogartens und zum Durchspülen der Toiletten genutzt.

Sowohl die Initiative CO2 als auch die Initiative Wissen informieren ihre Partner über interessante und herausragende Projekte. Im globalen Vergleich ist es wichtig zu erkennen, wo wir stehen. Unsere „kleinen“ holländischen Nachbarn zeigen im WTC Amsterdam moderne, internationale und innovative Architektur, die man eher in den großen Metropolen der Welt vermuten würde.

Die Fotostrecke mit Bildern von Peter Grabandt können Sie hier ansehen. (weniger ...)


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Wie wollen wir Filme machen? Wie wollen wir leben?

Am Sonntag vor zwei Wochen wurden die Oscars verliehen und in der Woche davor die goldenen Bären bei der Berlinale. Die Gelegenheit für die Branche sich sowohl in Berlin oder in Los Angeles von Ihrer glänzenden Seite zu zeigen. Die roten Teppiche (mehr ...) wurden ausgerollt und darauf strahlte und glitzerte was Rang und Namen hat – wie in der Filmbranche eben üblich.

Aber ist das wirklich so?

Im Koalitionsvertrag der neuen rot-rot-grünen Regierung von Berlin wurde im November verankert dass nur noch Filme gefördert werden dürfen „wenn das Projekt sozialverträglichen und ökologischen Standards gerecht wird“. Im Rahmen der Berlinale fand dazu hochkarätig besetztes Panel, mit dem Titel „Wie wollen wir Filme machen? Wie wollen wir leben?“ statt.

Das besondere Augenmerk lag auf dem Aspekt „sozialverträglich“. Denn neben allem Glanz und Glamour bleibt die Frage warum „Sozialverträglichkeit“ überhaupt begrifflich festgeschrieben werden muss. Der Begriff „White Mexicans“, der von amerikanischen Kollegen für die deutschen Filmschaffenden geprägt wird, spricht Bände. Laut einer im Dezember publizierten Studie zur „Situation der Film- und Fernsehschaffenden“ gaben 23,7% der abhängig beschäftigten an niemals oder nur teilweise ordnungsgemäße Arbeitsverträge zu erhalten. Mehr als 60% der Befragten können den Lebensunterhalt nicht aus ihrer Kerntätigkeit beim Film bestreiten und über 80% sagen dass Familie und Beruf kaum oder gar nicht vereinbar sind.

Grundlage der Diskussion in Berlin vorletzten Donnerstag waren die starken Kürzungen in Film-und Fernsehproduktionen in den letzten Jahren. Diese Kürzungen bewirken, dass Menschen in ohnehin gering verdienenden Positionen einem weiter steigenden Kosten- und Zeitdruck ausgeliefert sind – bei dem am Ende alle Verlierer sein werden. Die Produktionen selbst, da unter steigendem Druck auch die künstlerische Qualität auf der Strecke bleibt. Die im Filmbereich Beschäftigten, die sich mit dem schmalen Verdienst vielleicht gerade ebenso über Wasser halten, auf dieser Basis aber keine Altervorsorge aufbauen können. Und Politik und Gesellschaft, die für diese Fragestellungen in absehbarer Zukunft Lösungen schaffen muss.

Die Filmbranche und gleichzeitig die gesamte Kulturbranche sind ein Gradmesser für gesellschaftspolitische Entwicklungen. Hier werden Entwicklungen früh sichtbar, da der Kulturbetrieb als Wirtschaftsbereich per se in großen Teilen abhängig von öffentlichen Fördermitteln ist.
Die Diskussion in Berlin konnte darauf noch keine Antwort geben. Aber eine Diskussion angestoßen die für diese Branche jetzt schon Dringlichkeit hat und die ein Wegweiser auch für andere Bereiche werden kann.

Denn für den Film  gilt vielleicht deutlicher als in anderen Branchen: Es ist nicht alles Gold was glänzt. (weniger ...)


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TRUE STORIES – von Lea Becker und Rodolfo Silveira (OK KOSMOS FILM)

„TRUE STORIES ist eine Web-Doku-Serie über Geschichtenerzähler aller Altersgruppen und Herkünfte, die eine besondere Anekdote aus ihrem Leben mit dem Zuschauer teilen. Wir glauben, Geschichten zu hören und zu erzählen ist essentiell für (mehr ...) uns Menschen. Wir benutzen sie, um uns selbst und unsere Welt besser zu verstehen.

Mit der Staffel *MÜNCHEN möchten wir einen Einblick geben, in das Leben der Menschen, die sich eine Stadt als Heimat teilen. Bei der Staffel *WORKERS ist es unser Ziel, einen Überblick über die Gesellschaft zu erreichen – durch die Geschichten ihrer Arbeiter. Dazu teilten wir sie in verschiedene Bereiche und baten Menschen, die unsere Gesellschaft durch ihre Arbeit zusammenhalten um eine Anekdote aus ihrem Berufsleben. Die Sammlung ist keinesfalls vollständig. Sie soll kontinuierlich wachsen, denn die Anekdoten der WORKERS schöpfen das volle Potenzial von TRUE STORIES aus: Einen Einblick in das zu geben, was uns bewegt – durch das Geschichtenerzählen.“

– Regiekommentar von Lea Becker und Rodolfo Silveira

Weitere Informationen finden Sie unter: www.truestories-online.de

Sehen Sie sich hier den TRUE-STORIES-Trailer an:

(weniger ...)


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Kennen & Lernen: Integration

Integration ist derzeit in aller Munde. Integration ist ein Überbegriff, der für alles herhalten darf, wenn wir vom Thema Flüchtlinge sprechen. Gelungene Integration, regionale Integration, Integration am Arbeitsmarkt – der Begriff umschreibt (mehr ...) vieles und davon nichts konkret. Der Flüchtling aus Syrien, der im Wandschrank Geld findet und dieses nicht für sich behält, wird zum Paradebeispiel für gelungene Integration. Ob er sich wohl schon integriert fühlt?

Integration stammt vom lateinischen Verb „integrare“ und heißt so viel wie „erneuern“, „ergänzen“ und „geistig auffrischen“. Integration ist im eigentlichen Sinne keine Einbahnstraße, sondern vielmehr ein bilateraler Prozess, der viel weitergeht, als wir ihn oft verwenden.

Integration meint gegenseitiges Lernen und Erkennen der Hintergründe des jeweils anderen. Nicht nur die Einbindung in ein bestehendes System und damit die Anpassung an vorhandene Strukturen, sondern eine echte Veränderung des bestehenden Systems im Sinne von Erneuerung und Neuordnung. Integration gelingt dann und wird tragfähig, wenn beide Seiten aufeinander zugehen: die, die kommen, und die, die sie aufnehmen.

Und es geht auch nicht nur um Flüchtlinge. Integration bedeutet generell, alle Menschen als vollwertige Teilnehmer einer offenen Gesellschaft zu verstehen. Die Stadt Weiden beschäftigt seit über 30 Jahren Menschen mit Behinderung als gleichwertige Kollegen. Barrierefreiheit ist gelebte Realität und auch das gegenseitige Verständnis. Die Stadt möchte als Beispiel für die Unternehmen der Region vorangehen. „Nicht nur so tun, sondern auch so leben.“

Da wir neben der Familie einen Hauptteil unserer Zeit „in der Arbeit“ verbringen, spielen Unternehmen als Arbeitgeber eine wesentliche Rolle in einem Prozess einer gesellschaftlichen Neuordnung. Einen Arbeitsplatz zu haben, eine sinnvolle Stelle auszufüllen und mit und von Kollegen zu lernen, bedeutet, in unserer Gesellschaft einen Platz einzunehmen und Unabhängigkeit und Würde zu leben.

Dennoch scheinen die Hürden groß zu sein. Die großen Dax-Konzerne haben im letzten Jahr gerade einmal 55 Flüchtlinge eingestellt (und davon fast alle bei der Deutschen Post) – der bürokratische Weg sei zu schwierig. Dabei gibt es Beispiele, dass sich Wege öffnen, wenn denn nur der Wille da ist. Unternehmen, die erkennen, dass der erste Schritt oft die größte Hürde ist. Die verstanden haben, dass die Bereitschaft, auf andere zuzugehen, schon Teil eines Lernprozesses ist, der auch den eigenen Handlungsspielraum erweitert und die imaginären Barrieren schwinden lässt.

Wenn „die anderen“ auf einmal Kollegen sind, wird es schwer, Vorurteile aufrechtzuerhalten. Wenn „der Ausländer“ auf einmal ein wissbegieriger Azubi ist, wird er auf einmal ein Mensch wie du und ich. Ein Mensch, von dem wir lernen können – und wenn das Lernen erst einmal nur bedeutet, sich wirklich kennenzulernen.

Jeder noch so kleine Schritt in diese Richtung ist wertvoll – dann kann Integration auch einfach sein: You. Me. We. (Muhammed Ali) (weniger ...)


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Die Zukunft der Berufsbildung im Blick: Trends erkennen, Empfehlungen erarbeiten und Kompetenzen entwickeln

Die Berufsbildungsgremien der Verbände AGFW, DVGW, rbv und VDE haben die ersten Ergebnisse der Personalentwicklungsstudie zum demografischen Wandel veröffentlicht (siehe „DVGW energie | wasser-praxis“ 12/2014 und
10/2015). Die Daten und (mehr ...) Fakten zeigen: Die Situation ist ernst. Bald fehlen der Branche viele qualifizierte Mitarbeiter.
Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich Empfehlungen zur langfristigen Verbesserung der Lage für die
Versorgungsunternehmen und Netzbetreiber ableiten. Im zweiten Studienschwerpunkt befassen sich die Berufsbildungsgremien in der Studie mit den potenziellen zusätzlichen Handlungskompetenzen von Facharbeitern,
Meistern und Ingenieuren im Hinblick auf die Energiewende und die Veränderungen in einer digitalen Arbeitswelt.

von: Sascha Adamski (Stadtwerke Essen AG), Hans-Joachim Mayer (MVV Energie AG) & Dr.-Ing. Markus Ulmer
(Stadtwerke Karlsruhe Netzservice GmbH) (weniger ...)


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KOLUMNE | TEIL 4 | MAI 2016

Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit

Glaubwürdigkeit liegt im Auge des Betrachters – und dennoch in unserer Verantwortung.

Neben Achtsamkeit und Nachhaltigkeit hat sich die Glaubwürdigkeit in den letzten Jahren einen (mehr ...) Spitzenplatz erkämpft. In der Liste der Begriffe, die für alles und jedes benutzt werden – und gleichzeitig beim Leser ein merkwürdiges Gefühl von Unwohlsein und Unehrlichkeit hervorrufen. Warum? Wir möchten es doch so gerne richtig machen – und immer wieder machen wir dabei scheinbar etwas falsch.

Wir wollen glaubwürdig kommunizieren, agieren, produzieren und noch vieles mehr. Gute Idee, schlechte Ausführung. Denn ob ich glaubwürdig bin oder wirke, das liegt nicht in meiner Hand. Es liegt im Auge des Betrachters, ob er mich für glaubwürdig befindet. Ob er mir also seinen Glauben oder sein Vertrauen schenken möchte. Und je mehr ich nach außen posaune, dass ich mich selbst für glaubwürdig erachte, umso fader wird der Beigeschmack bei denjenigen, die mir zuhören.

Wenn ich als Unternehmen glaubwürdig sein möchte, was ist zu tun? Die gute Nachricht: Es ist gar nicht so schwer. Um mit Alfred Herrhausen zu sprechen: das, was wir denken, auch zu sagen, das, was wir sagen, auch zu tun und das, was wir tun, auch zu sein. Nach dem zu handeln, was uns wichtig ist. Und nicht das zu erzählen, von dem wir meinen, dass die anderen das gerne hören möchten.

Wir haben so viel gelernt in den letzten Jahrzehnten – keine Emotionen in der Arbeit, tue Gutes und sprich darüber, … – und dabei haben wir viel Wahrheit einfach vergessen. Und setzen an der falschen Stelle an. Der erste Schritt zu Glaubwürdigkeit und zu Vertrauen ist Ehrlichkeit, Gradlinigkeit und Haltung. Position zu beziehen, die eigenen Werte zu benennen und zu diesen Werten auch klar zu stehen. Es geht um das, was uns als Mensch, als Unternehmen, als Institution wirklich ausmacht. Weil wir es aber gewohnt sind, lieber an unserer Fassade zu feilen, braucht es Zeit, den Zugang zu unserem Innenleben wieder offenzulegen. Deswegen brauchen wir ein Innehalten, ein Luftholen, um uns wieder auf uns besinnen zu können. Damit wir nicht immer gegen etwas sein müssen, sondern wieder für etwas sein können.

Die gute Botschaft dabei: Der zweite Schritt ist ganz einfach, wenn der erste wirklich gegangen ist. Nach dem, was ich sage, auch zu handeln, ist dann selbstverständlich, wenn ich weiß, wofür ich das tue. So werde ich für andere lesbar, ganz ohne weiteren Feinschliff. Das heißt nicht, dass alle meiner Meinung sein müssen, aber sie können darauf vertrauen, dass ich das, was ich sage, auch bin. Das mit der Glaubwürdigkeit passiert dann ganz automatisch. Das können sich alle, die sich von Panama-Leaks jetzt ungerecht behandelt fühlen, hinter die Ohren schreiben. Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit werden dann einfach, wenn wir ehrlich und glaubwürdig sind.

Und ja, es ist wahr. Alfred Herrhausen war einmal der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank.

Nicola Knoch
Redaktionsteam Initiative Wissen (weniger ...)


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KOLUMNE | TEIL 3 | APRIL 2016

Die menschliche Wurzel der ökologischen Krise

Ein Märchen: „Des Kaisers neue Kleider“. Jeder sah, dass der Kaiser keine Kleider trug, und trotzdem schwiegen alle. Weil es hieß, dass die Kleider nur derjenige sehen konnte, (mehr ...) der klug genug sei. Aus Scham also sagten die Menschen nichts, auch der Kaiser selbst. Bis ein Kind das Offensichtliche ausrief: „Der Kaiser trägt ja keine Kleider!“

Soweit das Märchen. Und wir? Entscheidungen, Politik und Geschichte – sie geschehen nicht einfach. Entscheidungen werden getroffen, Politik und Geschichte werden gemacht. Um uns herum gerät die Welt aus den Fugen – und wir stehen da und schauen zu. Fassungslos im besten Falle, aber wir schauen zu. Aus Scham und Ohnmacht?

Papst Franziskus spricht von der Tatsache, dass „der moderne Mensch nicht zum richtigen Gebrauch der Macht erzogen wird“, denn das enorme technologische Wachstum ging nicht mit einer Entwicklung des Menschen in Verantwortlichkeit, Werten und Gewissen einher.

Es reicht nicht aus, die Zeitung schnell wieder zuzuschlagen, weil es kaum mehr zu ertragen ist, was jeden Tag passiert. Es reicht auch nicht aus zu protestieren, dagegen zu sein. Wir sollten uns an Entmenschlichung, Grausamkeit und das Zerbrechen unserer Umwelt nicht gewöhnen, unsere Empörung nicht mit jedem Tag leiser werden lassen. Denn Gewöhnung heißt, dass wir unsere Freiheit und unsere Menschlichkeit aufgeben. Stückchenweise. Jeden Tag ein bisschen mehr.
Statt gegen etwas zu sein, sollten wir wissen, wofür wir denn bitte sind. Was ist uns wichtig? Wenn wir unsere Freiheit bewahren wollen, dann sollten wir uns bemühen, die Tiefe des Lebens wiederzugewinnen.

Wenn wir versuchen, den auftretenden Problemen mit technischen Lösungen zu begegnen, dann bedeutet das, Dinge zu isolieren, die in der Wirklichkeit miteinander verknüpft sind. So verbergen wir die wahren und tiefsten Probleme des weltweiten Systems.

Die großen Konzerne legen wie gehabt ihre Wachstumsprognosen vor, China möchte von einem Produktions- und Exportstaat zu einem Dienstleistungs- und Konsumland auf westlichem Niveau werden, in Amerika stellt sich allen Ernstes die Frage, ob Donald Trump Präsidentschaftskandidat wird, das Klima verändert sich viel schneller als gedacht, die Flüchtlinge sind längst nicht nur Kriegs-, sondern auch Klimaflüchtlinge, die Terrorgefahr in Europa nimmt zu – wie stehen wir dazu? Augen zu und weitermachen bringt uns nicht weiter. Alles hängt mit allem zusammen.

Denn laut Franziskus „wird es keine neue Beziehung zur Natur geben ohne einen neuen Menschen. Es gibt keine Ökologie ohne eine angemessene Anthropologie.“ Wir haben Fähigkeiten erworben, die uns eine gewaltige Macht verleihen. Und eine Verantwortung, damit sorgsam umzugehen. Das bedeutet auch, dass wir gefragt sind, uns klarzumachen, wie wir zu den Dingen stehen, die geschehen. Es liegt in unserer Hand.

Oder wie Gandhi sagte: „Es gibt keinen Weg zum Frieden. Frieden ist der Weg.“

Nicola Knoch
Redaktionsteam Initiative Wissen (weniger ...)


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KOLUMNE | TEIL 2 | MÄRZ 2016

Das Evangelium von der Schöpfung

Alle Jahre wieder: Anfang Januar ist die Zeit die guten Vorsätze zu testen – ob sie dem eigenen Anspruch auch Stand halten. Das was ich schon immer anders machen wollte einfach zu tun. In (mehr ...) diesem Jahr habe ich immer wieder gehört „dass ich mich dieses Jahr nicht wieder so stressen lassen möchte.“ Mir geht es nicht anders. Zeit lassen, innehalten, gelassen bleiben – das fühlt sich gut an.
Und ein paar Wochen später? Ist davon nicht mehr viel übrig. Ein Termin jagt den anderen. Innehalten geht nicht. Wirklich? Für wen mache ich das eigentlich?

Ein Apfelbaum blüht im September. Das sieht schön aus. Für den Apfelbaum ist es weniger schön. Im Gegenteil: die späte Blüte ist ein Zeichen für Stress, sie macht den Baum anfällig für Schädlinge oder Krankheiten. Genau wie ich antwortet der Baum auf Stress mit: MEHR. Sein Kampf ums Überleben sieht aus wie das blühende Leben.

In seiner Enzyklika spricht der Papst davon, dass „die Unachtsamkeit im Bemühen eine angemessene Beziehung zu meinem Nächsten zu pflegen, meine innere Beziehung zu mir selbst, zu anderen und zur Erde zerstört. Wenn alle diese Beziehungen vernachlässigt werden, wenn die Gerechtigkeit nicht mehr im Lande wohnt, ist das gesamte Leben in Gefahr.“

Wie hängt das alles zusammen?

Die Journalistin Dunja Hayali fordert in ihrer Dankesrede zur Goldenen Kamera, dass wir uns wieder Zeit nehmen dem anderen zuzuhören, gegenseitig zu verstehen was uns umtreibt. „Seien sie offen. Bleiben sie fair. Differenzieren sie. Wahrheit braucht einfach Zeit.“
Wahrheit braucht Zeit. Und ich möchte ergänzen. Sie braucht auch Raum.
Das was im Moment in „unserem gemeinsamen Haus“ passiert, fordert uns alle. Die Herausforderungen sind enorm: Flüchtlinge, Klimakatastrophe, Kriege, Auseinandersetzungen, ein Auseinanderdriften in Europa, weg von Einigkeit hin zu einem mehr an Nationalismus. Da kann man schon einmal Schnappatmung bekommen. Mir geht es so.

Und was ist unsere Antwort?

Anstatt innezuhalten und durchzuatmen rattern wir weiter in unserem Rad. Anstatt uns unsere Verletzlichkeit und Ohnmacht zu zeigen tun wir so als hätten wir alles im Griff.
Wir gehen in die Breite und nicht in die Tiefe. Statt unsere Wurzeln zu stärken polieren wir eifrig an unserer Fassade.
Dabei haben viel zu verlieren: unsere Menschlichkeit, unsere Liebe, unsere Würde – sie stehen auf dem Prüfstand. In den Worten des Papstes sind die echte Sorge für unser eigenes Leben und unsere Beziehungen zur Natur nicht zu trennen von der Brüderlichkeit, der Gerechtigkeit und der Treue zu anderen. Lösungen entstehen nicht aus einem einzigen Weg die Wirklichkeit zu interpretieren, im Gegenteil es braucht die verschiedenen kulturellen Reichtümer – Kunst und Poesie, das Zurückgreifen auf das innerliche Leben und die Spiritualität.
Dafür braucht es jeden und jede von uns. Ich kenne den richtigen Weg nicht. Aber Durchatmen, Zeit geben und anderen wirklich Zuhören sind ein Anfang.

Nicola Knoch
Redaktionsteam Initiative Wissen (weniger ...)


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KREATIVITÄT / EMOTION / ARBEIT DER STUDENTEN

Warum Kreativität so wichtig ist – und was Kreativität braucht

Den Begriff der Kreativität benutzen wir gerne und oft. Alles und jeder der bei drei nicht auf dem Baum ist, ist kreativ. Genauso wie es sich von selbst versteht, (mehr ...) dass jeder nachhaltig und verantwortungsbewusst handelt. Es gibt kreative Städte, Läden, Events, Märkte, Menschen, Unternehmen, Buchhaltung und, und, und.

Aber was heißt Kreativität? Bin ich schon kreativ, wenn ich ein Bild malen kann oder einen Text verfassen? Geht es darum eine bestimmte Technik oder innovative Methoden anzuwenden? Ist Kreativität eine Begabung, etwas das nicht jeder besitzt? Oder hat jeder von uns ein kreatives Potenzial?

Glaubt man Hirnforscher Gerald Hüther, dann liegt der Schlüssel zur Kreativität in unserer Begeisterungsfähigkeit. Das was wir als Kinder mit auf den Weg bekommen und was uns dann im Laufe der Jahre zunehmend abhanden kommt. Wir geben unsere Begeisterungsfähigkeit auf zu Gunsten von Rationalität, Funktionalität und einem durchgetakteten Alltag. Wir verdienen Geld, erwerben und erhalten einen “gewissen Lebensstandard” und merken nicht welchen Preis wir dafür zahlen.

Dabei haben wir viel zu verlieren: Die Begeisterungsfähigkeit ist das was unser Gehirn am “sich entwickeln” hält. Anders gesagt: sie hält uns jung, auch wenn wir alt werden. Die Begeisterungsfähigkeit gibt uns Lebensfreude, die Lust auf Neues – unsere kreativen Ressourcen. Die notwendig sind um unser Leben nicht nur abzuspulen, sondern es in seiner ganzen Vielfalt zu leben. Zu Genießen. Und uns an den vielen kleinen Momenten des Lebens zu erfreuen.

Laut Gerald Hüther bedarf es zur Rückgewinnung unserer Begeisterungsfähigkeit vor allem Eins: Bedeutsamkeit. Er sagt, dass wir uns dann begeistern können, wenn etwas für uns bedeutsam ist. Dann sind wir in der Lage die Dinge anders zu denken, zu fühlen und zu erleben. Unsere echten Begabungen zu leben, das was wir mit auf den Weg bekommen haben zum Leuchten zu bringen.

Und darin liegt der Schlüssel.

Warum ist Kreativität so wichtig?

Weil unsere Gesellschaft inzwischen ein Abbild von Funktionalität geworden ist. Wir leben als Gesellschaft dahin, wir funktionieren und lassen unsere Potenziale in unseren rationalisierten Leben untergehen. Stress ist ein guter Bekannter und schuld sind immer die anderen – die Arbeit, die Kunden, die Kinder, unsere Partner.
Wir machen die Dinge, wie wir sie schon immer getan haben und hoffen dass wir damit andere Ergebnisse erzielen, als in der Vergangenheit.

Das ist keine gute Option in einer Zeit, in der sich die Unsicherheit Bahn bricht. In der sich die Rahmenbedingungen immer schneller verändern. In einer solchen Zeit brauchen wir Kreativität um uns zu verändern, um uns neu zu erfinden und den vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Denn nicht weil die Herausforderungen so groß sind, trauen wir uns nicht sie anzugehen, sondern weil uns nicht trauen, werden die Herausforderungen immer größer.

Was braucht Kreativität?

Kreativität ist ein Freigeist. Sie braucht Zeit und Raum um sich aus sich selbst heraus zu entwickeln. Wir werden nicht auf Knopfdruck kreativ, wenn wir gewohnt sind zu funktionieren.

Aber wir können uns fragen was uns wirklich wichtig ist. Was für uns echte Bedeutung hat. Nicht für alle, sondern jeder für sich. Wir können dem, was für uns Bedeutung hat, Raum und Zeit geben. Das kann jeder noch so kleine Moment sein – ob er für mich bedeutsam ist liegt in meiner Hand. Dazu brauche ich keinen anderen.

Kreativ zu werden ist meine eigene Entscheidung. Und bringt nebenbei mehr Licht in die Welt.

Nicola Knoch
Redaktion Initiative Wissen (weniger ...)


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KOLUMNE | TEIL 1 | FEBRUAR 2016

Was unserem Haus widerfährt

Detroit im Januar 2016. Das Interview von Matthias Müller, Vorstandchef von VW, ist kurz. Er ist auf Reise durch die USA, das angeschlagene Vertrauen dort wiederherzustellen. VW hat in den USA jahrelang (mehr ...) „Schummelsoftware“ eingesetzt um die gesetzlichen Auflagen zu erfüllen. Was im September unter dem Begriff „Dieselgate“ öffentlich geworden ist, soll jetzt aufgeklärt werden.
Erste Auftritte sind absolviert, Müller hat sich entschuldigt und Eingeständnisse gemacht – alles scheint auf dem richtigen Weg. In Detroit gerät er vor das Mikrofon eines Radioreporters. „Ehrlich gesagt, war es ein technisches Problem“ so Müller. Und „Wir haben nicht gelogen.“
Ein technisches Problem, das einer technischen Lösung bedarf. So war es doch immer. Eine Fehleinschätzung die, darf man den Reaktionen trauen, sehr kostspielig werden kann.

Was ist passiert?

Eigentlich ist die Sache ganz einfach. Matthias Müller und der VW Konzern lernen schmerzlich, dass technische Lösungen kein Allheilmittel sind. Dass die Lösungen für die Probleme von gestern heute nicht mehr unbedingt greifen. Sondern, im Gegenteil, das Potenzial haben die bestehenden Probleme größer zu machen als sie ohnehin schon sind.
Es ist an VW zu zeigen, dass die Kehrtwende ehrlich gemeint ist. Das Gegenüber in seiner Empörung ernst nehmen, anstatt Stärke zu demonstrieren. Die eigene Fehlbarkeit einzugestehen, anstatt alles im Griff haben zu wollen. Dazu braucht es eine innere Haltung und den Mut zur eigenen Fehlbarkeit. Diese sichtbar zu machen scheint schwieriger zu sein als technische Lösungen zu präsentieren.

Zeiten des Wandels

Schnitt. Sommer 2015 – der Papst veröffentlicht seine Umweltenzyklika „laudato si“. Darin spricht er in deutlichen Worten von der Erde als unserem gemeinsamen Haus, das wir nicht nur nicht pflegen sondern zunehmend verwahrlosen lassen. Eine globale Müllhalde. Als einen der Hauptgründe dafür nennt er unser Verständnis von Wirtschaftswachstum, das sich „wenn nicht von einem echten sozialen und moralischen Fortschritt begleitet, letztlich gegen den Menschen wendet“. Der technologische Fortschritt scheint uns gerade zu überholen, was aber macht der gesellschaftliche Wandel? Der Papst meint dazu „das Problem ist, dass wir noch nicht über die Kultur verfügen, die es braucht um dieser Krise entgegenzutreten.“ Womit wir wieder bei VW sind.

Was braucht es dann?

Der Papst lädt ein, nach einem anderen Modell von Wirtschaft und Fortschritt zu suchen. Anstatt die wichtigsten Entscheidungen aufzuschieben und zu handeln als ob nichts passiert, hinzusehen und anzuerkennen was ist. Dass wir alle in einem Boot sitzen und Lösungen nur gemeinsam gefunden werden können.
Die Reaktionen auf das Radiointerview von Herrn Müller lassen den Schluss zu, dass wegschauen und weitermachen wie gehabt keine Option mehr ist. Das ist die gute Nachricht: der erste Schritt zu einer Veränderung.

Nicola Koch
Redaktionsteam Initiative Wissen (weniger ...)


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Die WasserStiftung bringt Wasser zu den Menschen

Mit zahlreichen Projekten in Entwicklungsländern hilft die WasserStiftung die Versorgung mit Trinkwasser zu verbessern. Dabei setzt sie unter anderem auf die Technik des Nebel-Erntens. Seit 2007 errichtet die WasserStiftung mit Unterstützung der (mehr ...) Stiftung Wasser für die Welt und der Münchener Rück Stiftung Kollektoren für die Nebel-Ernte, unter anderem im ostafrikanischen Eritrea.
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Das Wissen um die Zukunft

Das „Stockholm Resilience Centre“ an der Universität Stockholm beschäftigt sich wissenschaftlich mit den Veränderungen in der Gesellschaft.
Was ist Resilienz?

Das Stockholm „Resilience Centre“ konzentriert sich speziell auf (mehr ...) interagierende Systeme, wie das des Menschen und der Natur, was wir „sozial-ökologischen Systeme“ nennen. In diesem Zusammenhang ermöglicht eine resiliente Perspektive eine neue Art der Adressierung und der Analyse bei Fragen zum Management und der Verantwortung von sozial-ökologischen Systemen und Ökosystemdienstleistungen. (Quelle Website)

„Resilienz“ = Flexibilität, Anpassungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit oder auch Robustheit. Erleben wir nicht gerade diese Herausforderung, die starren, erfolgsgewohnten Strukturen und Gedankenmodelle verlassen zu müssen? Der Bericht zeigt, wie vielfältig die Aufgaben und Herausforderungen sind. Die Kommission gibt am Schluss eine Liste von 56 Empfehlungen an Regierungen, Unternehmen und Organisationen (und natürlich auch an jeden Einzelnen von uns) was jetzt und zukünftig getan werden muss. Dabei ist sehr, sehr viel Resilienz gefragt. (weniger ...)


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NACHHALTIGKEIT– MIT VERSTAND & HERZ

Wissen Sie schon, welchen Herausforderungen sich Ihr Unternehmen langfristig stellen muss?

Unsere Zukunft beginnt nicht in einer fernen Zeit, sondern genau jetzt. Und sie wird nicht durch die Politik oder einige wenige Akteure gemacht, sondern (mehr ...) von allen uns. Der gewohnte Arbeitsalltag ist sachlich geprägt. Statt Fragen zu stellen, suchen wir nach Lösungen. Dabei bleibt ein wichtiger Teil unserer Persönlichkeit meist ausgeklammert – unsere Gefühle. Veränderungen bringen Unsicherheiten mit sich und diese haben in unserem Arbeitsalltag nur selten Raum.

Wie können wir echte Veränderungen anstoßen?

Echte Veränderung entsteht, wenn wir den Mut haben, unsere Gewohnheiten zu verändern und andere Blickweisen zuzulassen. Denn in Veränderungsprozessen brauchen wir eine Kultur des echten und wahrhaftigen Austauschs. Grundlage für einen gemeinsamen Weg sind die Werte des Unternehmens, daher ist jeder Weg individuell – es gibt keine Blaupause. Ein nachhaltiger Ansatz muss zu den Menschen der Unternehmen und ihrer Haltung passen.

Was ist unsere Motivation zu handeln? Auf welche Form der Kommunikation verständigen wir uns dabei? Machen wir Fehler oder Erfahrungen? Dabei können Reibungsverluste und Unsicherheiten, die sonst unter den Teppich gekehrt werden, zum wertvollen Potenzial werden. Aus der Verbindung aller Einflüsse entsteht Kraft, Raum, und ein Verständnis für mögliche andere Blickwinkel. Dieser Raum bildet die Basis, langfristig tragfähige Entscheidungen zu treffen.

Wenn Menschen Erfahrungen machen, die stimmig zu ihren Werten passen, die sie nicht nur mit ihrem Kopf, sondern auch mit ihrem Herzen verstehen, ist ein nachhaltiger Wandel möglich – bei den Menschen und in den Unternehmen. (weniger ...)


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THINK TWICE – PRAXISBERICHT VON JULIA DIRL

Nach dem Bachelorstudium „Management der erneuerbaren Energien“ an der Hochschule Weihenstephan Triesdorf, hat Frau Dirl vor Beginn des Masterstudiums noch vier Monate praktische Erfahrung bei der HTI Gienger KG gesammelt. Während dieser (mehr ...) Zeit hat sie sich mit unterschiedlichsten Aufgabenstellungen beschäftigt, die sie für uns in ihrem Praktikumsbericht zusammengefasst hat. (weniger ...)

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Der Mitarbeiter als wichtiges Potenzial für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen

Thema Attraktiver Arbeitgeber / Redaktion Nicola Knoch

Was genau macht einen Arbeitgeber attraktiv? Wie finden Unternehmen Mitarbeiter, die zum Unternehmen passen? Und was müssen Unternehmen tun, um auch langfristig für Arbeitnehmer attraktiv (mehr ...) zu bleiben?

Was einen attraktiven Arbeitgeber ausmacht – dazu gibt es bereits eine Vielzahl von unterschiedlichen Studien. Und gleichzeitig keine Standardantwort. Viele unterschiedliche Faktoren wie Branche, Anforderungsprofil für die Mitarbeiter, Unternehmensstandort, Alter der Mitarbeiter usw. spielen bei der Antwort eine Rolle.

Link Focus-Studie: hier klicken
Link Studie FAZ: hier klicken

Eine angemessene Bezahlung und die Sicherheit des Arbeitsplatzes waren lange Zeit ausschlaggebende Argumente – die heute nicht mehr ausreichen. Themen wie eine sinnvolle Tätigkeit, Wertschätzung, Mitarbeiterentwicklung, soziales Engagement des Unternehmens oder Vertrauen in die Arbeitsbeziehung gewinnen immer mehr an Bedeutung, wenn sich Bewerber für ein Unternehmen entscheiden. Die Grundlage für gegenseitiges Vertrauen ist der ehrliche und offene Umgang damit wer, man ist und was man kann. Auch von Seiten des Arbeitgebers. Fragen wie – Was macht uns als Unternehmen aus? Welche Werte vertreten wir als Unternehmen? Wo und wie zeigt sich das konkret? – sollte ein Unternehmen beantworten können, um auch für die kommenden Generationen attraktiv zu bleiben. Ein Unternehmen, das weiß, für welche Werte es steht, kann diese konkret sichtbar machen und gibt damit sowohl den Mitarbeitern wie auch potenziellen Bewerbern eine echte Orientierung.

Das Thema Wertschätzung beispielsweise kann zu ganz unterschiedlichen Gelegenheiten einen Ausdruck finden, im Zielgespräch mit den Mitarbeitern ebenso wie im Vorstellungsgespräch mit potenziellen Mitarbeitern. Ein Bewerber, der sich ernst genommen und wertgeschätzt fühlt, trägt dieses Gefühl weiter, egal, ob er die Stelle am Ende antritt oder nicht. Im Gegensatz dazu werden sich die Mitarbeiter eines Unternehmens, das von Wertschätzung spricht und nach dem Prinzip handelt „nicht kritisiert ist genug gelobt“, schwer tun, diese Nachricht zu entschlüsseln.

Ein Unternehmen, das tut, was es sagt, hat nicht nur loyale Mitarbeiter, sondern findet auch in Zukunft Menschen, die zum Unternehmen passen. (weniger ...)


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„Grenzen und Möglichkeiten von Kundenmagazinen“ – Seminararbeit von Fabian Felbick

Seit Herbst 2013 ist Herr Fabian Felbick als Student bei der HTI Gienger KG in Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Ravensburg. Dort belegt er den Bachelor-Studiengang “Unternehmens-Kommunikation und Journalismus”. Im Rahmen (mehr ...) seiner Tätigkeit bei der HTI befasste er sich jüngst mit dem Thema “Corporate Publishing”. Seine Beschäftigung mit den Grenzen und Möglichkeiten von Kundenmagazinen führte im 2. Semester zu einer Seminararbeit. In ihr ergänzen sich theoretische Grundlagen aus der Wissenschaft mit einem Praxisbeispiel, für das sich das Kundenmagazin “Sprachrohr” der HTI als ideal erwies. (weniger ...)

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Initiative Wissen setzt Veranstaltungsreihe erfolgreich fort

Im Rahmen der 22. Gienger Neuheitenschau fand am 15. April das zweite Forum „Mit unternehmerischer Verantwortung gegen den Fachkräftemangel“ statt.

Es gibt ein aktuelles Thema das uns alle, branchenübergreifend eint – der (mehr ...) zunehmende Mangel an qualifiziertem Personal. Ob Handel, Rohrleitungsbau, Installateur, Stadtwerk, Baufirma, Hersteller oder Anlagenbau – wir alle brauchen eine sichere Zukunft und Innovation durch qualifizierte Mitarbeiter. Rund 150 Gäste haben am 15. April am zweiten Forum der Initiative Wissen in der Fachwelt Markt Schwaben teilgenommen. Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft schufen ein gutes Umfeld mit ihren Vorträgen und die abschließende Diskussionsrunde zeigte durchaus provokant die Spannungsfelder und unterschiedlichen Interessenslagen.

Die Generation Y, nach 1980 geboren, sorgt für Gesprächsstoff und drängt Unternehmen zum Handeln. Immer weniger gut ausgebildete Menschen strömen in Zukunft auf den Arbeitsmarkt. Diese junge Generation fordert Zeit, möchte einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen. Doch was will diese Generation wirklich und wie bleiben unsere Unternehmen in Zukunft attraktiv und damit wettbewerbsfähig?

Das Forum, durch das CSR- und Kommunikationsexperte Peter Heinrich führte, startete mit einem Impulsvortrag von Prof. Dr. René Schmidpeter von der Cologne Business School. In seinem Vortrag „Mit CSR dem Fachkräftemangel entgegenwirken“ ging er auf Trends in der Wirtschaft und in der Gesellschaft sowie die Rolle von gesellschaftlicher Verantwortung für die Lösung unternehmerischer Herausforderungen ein. Prof. Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, Institutsleiter des Fraunhofer IAO, sprach in seinem Vortrag „A smarter World – Leben und Arbeiten in der Zukunft“ über die zukünftigen Herausforderungen im privaten Umfeld und der Arbeitswelt. In der anschließenden Podiumsdiskussion stellten Prof. Dr. Bauer, Prof. Dr. René Schmidpeter sowie Anne-Kathrin Laufmann, Direktorin CSR-Management Werder Bremen und Thomas Nimgsgern, Vertriebsleitung Deutschland bei der Kessel AG ihre CSR Strategien vor und erklärten wie der Wandel zu mehr Nachhaltigkeit in den Firmen aktiv umgesetzt und warum eine gute Unternehmenskultur entscheidend sein wird.

Anfang 2014 hat die HTI Gienger KG die Initiative Wissen ins Leben gerufen. Sie versteht sich als Plattform und Netzwerk für Entscheider der Kommunalwirtschaft, des Hoch- und Tiefbaus, der Industrietechnik, der Energieversorger, Verbände, Institutionen, Mitglieder aus Forschung und Wissenschaft sowie Personalleiter. Ziel der Initiative ist der Aufbau, Erhalt und Austausch von produkt- und fachtechnischem sowie interdisziplinärem Wissen, um die Branchen zukunftsfähig zu halten. Fachleute sollen gehalten und qualifiziert sowie Nachwuchskräfte gewonnen und ausgebildet werden.

Nähere Informationen:
Initiative Wissen c/o HTI Gienger KG, Katrin Standl,
Poinger Straße 4, 85570 Markt Schwaben
Tel: +49 (0) 8121 / 44-881, Fax: +49 (0) 8121 / 44-205,
www.hti-bayern.de (weniger ...)


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„Unternehmerisches Strategieprojekt: Wassergewinnung“ – Seminararbeit von Johannes Fritsch

„Think Twice“ ist ein wesentlicher Bestandteil der Initiative Wissen. Studierende und Auszubildende können ihre Arbeiten mit unserer Arbeit vernetzen und synergetisch verbinden.

Johannes Fritsch ist seit drei Jahren bei HTI Gienger im Vertrieb (mehr ...) tätig und absolviert zudem ein Abendstudium an der FOM (Hochschule für Ökonomie und Management) in München im Studiengang Business Administration.
Im Rahmen seiner Vorlesung hat er sich mit dem Thema strategische Unternehmensführung auseinandergesetzt. Mit seiner Seminararbeit „Unternehmerisches Strategieprojekt: Wassergewinnung“ zeigt er auf, wie sich die HTI Gienger im Bereich der Wassergewinnung in Bayern als Händler positionieren kann.

Ein gutes Beispiel für „Think Twice“. Wir möchten auch Ihnen diese Arbeit zur Verfügung stellen (siehe Download). Herr Fritsch wird noch in diesem Frühjahr sein Studium mit dem Bachelor of Arts abschließen, selbstverständlich drücken wir die Daumen für ein ausgezeichnetes Finale. (weniger ...)


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UNTERNEHMERISCHE VERANTWORTUNG UND DER EHRBARE KAUFMANN

Bei unserer Recherche zum Thema „Unternehmerische Verantwortung“ haben wir eine frühe Antwort gefunden:

„Der Kaufmann, der Ansehen genießen will,
muss immer gerecht handeln,
große Weitsichtigkeit besitzen
und immer (mehr ...) seine Versprechen einhalten.
Wenn möglich, soll er liebenswürdig aussehen,
wie es dem ehrenwerten Beruf, den er gewählt hat, entspricht,
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Novelle zum Energiedienstleistungs-Gesetz

Thema Orientierung / Redaktion Nicola Knoch

Die Energieeffizienzrichtlinie wird in Bundesrecht gewandelt. Für große Unternehmen besteht damit Auditpflicht bis spätestens zum 5. Dezember 2015.

Am 5. Februar hat der Bundestag einen Gesetzentwurf (mehr ...) zur Umsetzung der Energieeffizienzrichtlinie in Bundesrecht verabschiedet und der Bundesrat diesem Gesetzentwurf am 06. März zugestimmt. Damit wird das Gesetz vermutlich im April in Kraft treten. Konkret geht es bei der Änderung des Energiedienstleistungs-Gesetzes (EDL-G) um die Erfüllung der EU-Ziele zur Steigerung der Energieeffizienz um 20% bis zum Jahr 2020. In dem Gesetz wird festgelegt, dass alle Unternehmen, die nicht unter die KMU-Regelung fallen, bis spätestens 5. Dezember 2015 ein Energieaudit nach EN 16247-1 durchführen müssen.

Alternativ haben die ISO 50001 oder EMAS Gültigkeit. Für Unternehmen die eines dieser beiden Managementsysteme derzeit einführen, wurde im Gesetzentwurf eine Übergangsregelung eingeräumt. Zwischen dem 5.12.2015 und dem 31.12.2016 muss das Unternehmen den Beginn der Einführung nachweisen und die Geschäftsführung eine Selbstverpflichtung abgeben. Die Einführung muss nach Ablauf der Übergangsfrist abgeschlossen sein.

Ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 ist nicht ausreichend.

Der Beginn der Einführung umfasst, neben der Selbstverpflichtung, die Umsetzung von Kapitel 4.4.3 a der ISO 50001 oder die Erfassung und Analyse der eingesetzten Energieträger sowie eine Bestandsaufnahme der Energieströme für EMAS.

Bei einer Kontrolle durch das BAFA kann das entsprechende Zertifikat für das Managementsystem bis März 2017 nachgereicht werden.

Meldung der ISPEX AG: Energieaudit: EDL-G 2015 tritt voraussichtlich schon im März in Kraft (Weiterführender Link) (weniger ...)